{"id":14414,"date":"2016-06-17T06:00:32","date_gmt":"2016-06-17T06:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weli.at\/kinder\/?p=14414"},"modified":"2016-08-18T21:41:32","modified_gmt":"2016-08-18T21:41:32","slug":"kinder-und-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weli.at\/kinder\/kinder-und-medien\/","title":{"rendered":"\u2022Fernsehen und Computerspiele\u2022"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fernsehen und Computerspiele<\/p>\n<p>Familienleben und Freizeit: Weg vom Bildschirm! So geht Ihr Kind richtig mit digitalen Medien um<\/strong><\/p>\n<p>Fernsehen und Computerspiele: F\u00fcr viele Kinder l\u00e4uft die Freizeit vor dem Bildschirm ab. Das kann nicht nur gesundheitliche Folgen haben, sondern die geistige und schulische Entwicklung Ihres Kindes beeintr\u00e4chtigen. <\/p>\n<p><strong>Sieben Tipps<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong>Tipp 1: Wie viel Medienzeit ist richtig?<\/strong><br \/>\n\u201eNur noch ein Spiel\u201c oder \u201enur noch eine Folge\u201c h\u00f6ren Sie sicher h\u00e4ufig, wenn Ihr Kind am Computer spielt oder vor dem Fernseher sitzt. Kein Wunder, vor dem Bildschirm tauchen Kinder gerne in eine andere Welt ein und verlieren jegliches Zeitgef\u00fchl. Umso wichtiger ist es, feste Medienzeiten festzulegen. F\u00fcr Grundschulkinder eignet sich ein Tages- oder Wochenbudget mit geregelten Stunden zur Mediennutzung. Beim Tagesbudget steht Ihrem Kind t\u00e4glich eine festgelegte Bildschirmzeit zu. Braucht Ihr Kind sein Pensum einen Tag lang nicht, verf\u00e4llt es und kann nicht nachtr\u00e4glich an einem anderen Tag eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Anders beim Wochenbudget: Hier wird ein Zeitkonto f\u00fcr die gesamte Woche vereinbart. Ihr Kind entscheidet selbst, wann es wie viel Medienzeit einl\u00f6sen m\u00f6chte. Das hei\u00dft, Ihr Kind kann sein Budget auf unterschiedliche Wochentage aufteilen oder am St\u00fcck nutzen: zum Beispiel unter der Woche nur wenig, daf\u00fcr am Wochenende zwei Stunden am St\u00fcck fernsehen. Das Wochenbudget eignet sich deshalb f\u00fcr Kindern ab neun Jahren am besten, die schon gut planen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Unsere Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ein Medienbudget:<\/strong><br \/>\n\u2022    Kinder zwischen 4-6 Jahren: 20 bis 30 Minuten t\u00e4glich<br \/>\n\u2022    Kinder zwischen 7-10 Jahren: 30-45 Minuten t\u00e4glich<br \/>\n\u2022    Kinder zwischen 11-13 Jahren: 60 Minuten t\u00e4glich<\/p>\n<p>Ausnahmen sind erlaubt, wenn Ihr Kind im Internet f\u00fcr die Schule recherchiert oder an einem Referat arbeitet. Ebenso k\u00f6nnen Sie Ausnahmen f\u00fcr schlechtes Wetter oder bei einer Erkrankung erlauben.<\/p>\n<p><strong>Tipp 2: Regeln aufstellen<\/strong><br \/>\nNeben der Nutzungsdauer ist es ratsam, weitere Regeln im Umgang mit digitalen Medien festzulegen.<br \/>\nAuf www.mediennutzungsvertrag.de k\u00f6nnen Sie und Ihr Kind einen Vertrag ausf\u00fcllen, ausdrucken und gut sichtbar aufh\u00e4ngen. Das verleiht den Vereinbarungen mehr Gewicht und verhindert, dass es zum Streit kommt. Stellen Sie Regeln f\u00fcr Kinder und Eltern auf. Beide Seiten haben Rechte und Pflichten. Solch ein Vertrag kann Verhaltensregeln f\u00fcr Chats und Soziale Medien umfassen oder die Pflicht festlegen, Cyber Mobbing bei Ihnen zu melden. Als Eltern verpflichten Sie sich im Gegenzug, Ihrem Kind bei der Mediennutzung zu vertrauen und sich \u00fcber die medialen Inhalte zu informieren.<br \/>\n<strong><br \/>\nTipp 3: Familienger\u00e4te nutzen<\/strong><br \/>\nEine Studie aus den USA ergab, dass bereits 40 Prozent aller Kinder unter zwei Jahren mit elektronischen Medien vertr\u00f6stet werden (Quelle: Common Sense Media). Immer fr\u00fcher besitzen Kinder ein Smartphone, Tablet oder Fernsehger\u00e4t im Kinderzimmer. Dabei raten Experten von digitalen Medien im Kinderzimmer ab. Die Nutzungszeiten schnellen sonst unkontrolliert in die H\u00f6he. Die beste L\u00f6sung f\u00fcr eine bewusste Mediennutzung sind Familienger\u00e4te, die an einem einsehbaren Platz f\u00fcr jedes Familienmitglied zug\u00e4nglich sind. So behalten Sie den \u00dcberblick \u00fcber die genutzten Inhalte und die Konsumdauer Ihres Kindes.<br \/>\n<strong><br \/>\nTipp 4: Sorgen Sie f\u00fcr digitale Sicherheit<\/strong><br \/>\nIm Netz k\u00f6nnen Kinder auf Seiten mit fragw\u00fcrdigen, gewaltverherrlichenden oder verbotenen Inhalten gelangen. Um das zu verhindern, sollten Sie eine Filtersoftware installieren. Diese Programme lassen nur eingeschr\u00e4nkte Aufrufe zu. Auf www.jugendschutzprogramm.de finden Sie eine empfehlenswerte Filtersoftware kostenlos zum Download. Dar\u00fcberhinaus bietet die Webseite www.klicksafe.de kostenloses Infomaterial f\u00fcr Eltern und Lehrer zum kindgerechten und sicheren Umgang mit digitalen Medien an.<br \/>\n<strong><br \/>\nTipp 5: \u00dcber Gefahren reden<\/strong><br \/>\nNeben geeigneter Schutzsoftware ist es unerl\u00e4sslich, Kinder \u00fcber Gefahren bei der Nutzung digitaler Medien aufzukl\u00e4ren. Besprechen Sie mit Ihrem Kind m\u00f6gliche Probleme beim Chatten oder in Sozialen Netzwerken. In beiden F\u00e4llen sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Profileinstellungen festlegen. Nachname, Adresse, Telefonnummer und Email-Adresse d\u00fcrfen auf keinen Fall \u00f6ffentlich sichtbar sein. Postings und Bilder sollte Ihr Kind vor einem Upload mit Ihnen absprechen und nur f\u00fcr Freunde freischalten. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass Dateien im Internet nie vollst\u00e4ndig gel\u00f6scht werden und in die falschen H\u00e4nde gelangen k\u00f6nnen.<br \/>\n<strong><br \/>\nTipp 6: Reden Sie \u00fcber digitale Inhalte<\/strong><br \/>\n\u00dcber digitale Medien k\u00f6nnen Sie Informationen rasant verbreiten \u2013 positive und negative, wahre und falsche. Umso wichtiger ist es, dass Eltern mit Ihren Kindern \u00fcber die konsumierten Inhalte sprechen. Stiften Sie Ihr Kind zum Nachforschen und Nachdenken an: Wer hat den Text geschrieben? Ist die Geschichte wahr? Gibt des den netten Jungen aus dem Chat wirklich? Wer steckt tats\u00e4chlich hinter dem Profil? Signalisieren Sie Ihrem Kind, dass es mit Problemen jederzeit zu Ihnen kommen kann. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass Mobbing und Bel\u00e4stigungen nicht seine Schuld sind. Vermeiden Sie in diesen F\u00e4llen deshalb unbedingt, Ihr Kind zu schimpfen oder gar zu bestrafen.<br \/>\n<strong><br \/>\nTipp 7: Selbst ein gutes Vorbild sein<\/strong><br \/>\nRatschl\u00e4ge haben die gr\u00f6\u00dfte Wirkung, wenn Eltern sie ihren Kindern vorleben. Leicht gesagt, oft vertan. Mama quasselt stundenlang am Handy und Papa h\u00e4ngt den ganzen Abend vor der Glotze \u2013 so wird unkontrollierter Medienkonsum f\u00fcr Kinder normal. St\u00fctzen Sie Ihre Argumentation deshalb am besten, indem Sie mit gutem Beispiel vorangehen und einen bewussten Medienumgang pflegen. Zeigen Sie Ihrem Kind alternative M\u00f6glichkeiten zur Freizeitgestaltung auf und achten Sie darauf, dass digitale Medien f\u00fcr Kinder im Grundschulalter vorrangig der Informationsbeschaffung und weniger der Unterhaltung dienen.<\/p>\n<p>http:\/\/www.schule-und-familie.de\/familie\/familienleben-und-freizeit\/weg-vom-bidlschirm!-so-geht-ihr-kind-richtig-mit-digitalen-medien-um.html?utm_medium=email&#038;utm_source=nlr&#038;utm_campaign=NLR260516<br \/>\n(2016-07-17, 7.54)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fernsehen und Computerspiele Familienleben und Freizeit: Weg vom Bildschirm! So geht Ihr Kind richtig mit digitalen Medien um Fernsehen und Computerspiele: F\u00fcr viele Kinder l\u00e4uft die Freizeit vor dem Bildschirm ab. Das kann nicht nur gesundheitliche Folgen haben, sondern die geistige und schulische Entwicklung Ihres Kindes beeintr\u00e4chtigen. 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