{"id":18462,"date":"2017-03-22T22:30:10","date_gmt":"2017-03-22T22:30:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weli.at\/kinder\/?p=18462"},"modified":"2017-06-19T10:04:29","modified_gmt":"2017-06-19T10:04:29","slug":"wochengeld-kuerzung-einsparung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weli.at\/kinder\/wochengeld-kuerzung-einsparung\/","title":{"rendered":"Wochengeld K\u00fcrzung Einsparung"},"content":{"rendered":"<p><strong>K\u00fcrzung von Wochengeld sorgt f\u00fcr Unmut<\/strong><\/p>\n<p>Eine junge Frau wird in K\u00fcrze das zweite Mal Mutter. <\/p>\n<p>\u00c4nderungen beim Kinderbetreuungsgeld bedeuten, dass sie 10.000 Euro weniger bekommt als erwartet. <\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen fordern eine \u00dcbergangsl\u00f6sung.<\/p>\n<p>Als Birgit Smith im J\u00e4nner die Beratungsstelle der Ober\u00f6sterreichischen Gebietskrankenkasse in Wels verlassen hat, hatte sie einen &#8222;Riesenschock&#8220;, erz\u00e4hlt sie. Gerade hatte die sie erfahren, dass sie aufgrund einer Gesetzes\u00e4nderung 10.000 Euro weniger f\u00fcr die Betreuung ihres zweiten Kindes bekommen wird als geplant. &#8222;Wenn ich das gewusst h\u00e4tte, h\u00e4tte ich ganz anders gerechnet, zum Gl\u00fcck hab ich eine Familie und einen Ehemann, der mich unterst\u00fctzt.&#8220; Smith ist nicht allein. <\/p>\n<p>Die seit 1. M\u00e4rz geltende Reform des Kinderbetreuungsgeldes hat bei einigen werdenden M\u00fcttern f\u00fcr \u00dcberraschungen gesorgt. <!--more--><\/p>\n<p>Finanzielle Einbu\u00dfen bringt die Reform f\u00fcr Frauen, die w\u00e4hrend der Karenz schwanger geworden sind. <\/p>\n<p>Sie haben keinen Anspruch auf Wochengeld und verlieren auch die M\u00f6glichkeit, das einkommensabh\u00e4ngige Kindergeld zu beziehen. <\/p>\n<p>Das einkommensabh\u00e4ngige Kindergeld ist dabei vor allem f\u00fcr besserverdienende Eltern die lukrativere Variante als das ebenfalls neu eingef\u00fchrte Kindergeldkonto, bei dem pauschal bis zu 16.449 Euro ausgezahlt werden. <\/p>\n<p>Die H\u00f6he der monatlichen Auszahlung richtet sich dann nach der Bezugsdauer, die zwischen zw\u00f6lf und 35 Monaten liegt. Paare, die sich die Betreuung aufteilen, werden finanziell bevorzugt. V\u00e4ter k\u00f6nnen au\u00dferdem f\u00fcr einen Monat in &#8222;Familienzeit&#8220; gehen. <\/p>\n<p>Der Bezug des Kinderbetreuungsgeldes l\u00e4uft bei der 29-j\u00e4hrigen Smith am 12. M\u00e4rz aus. Da ihr zweites Kind Ende Mai zur Welt kommt, gilt f\u00fcr sie im April und Mai ein Besch\u00e4ftigungsverbot. In diesen Monaten wird sie wegen der Reform kein Einkommen haben. <\/p>\n<p>Als sie sich im Dezember letzten Jahres von der Gebietskrankenkasse beraten lie\u00df, war davon keine Rede.<\/p>\n<p>F\u00e4lle wie jener von Smith haben sich in den letzten Tagen im Postfach der gr\u00fcnen Abgeordneten Judith Schwentner geh\u00e4uft. <\/p>\n<p>&#8222;Die Berater in den Gebietskrankenkassen sind komplett uninformiert&#8220;, sagt die Familiensprecherin zum STANDARD. Das liege auch am Familienministerium. Das neue System, das eigentlich f\u00fcr mehr \u00dcbersichtlichkeit sorgen sollte, sei so kompliziert, &#8222;dass man eigentlich eine Juristin sein muss, um das zu durchschauen&#8220;. <\/p>\n<p>Schwentner fordert die Reparatur des Gesetzes. Die &#8222;Wochengeldfalle&#8220; geh\u00f6re geschlossen. <\/p>\n<p>&#8222;Es ist Frauen nicht zumutbar, sich zwei Monate ohne finanzielle Sicherung um ein bereits existierendes Kind zu k\u00fcmmern.&#8220; Der Gesetzgeber k\u00f6nne nicht davon ausgehen, dass jede Frau einen Partner habe, der das finanzielle Auskommen der Familie alleine bestreitet. &#8222;Viele schauen durch Finger&#8220; <\/p>\n<p>Au\u00dferdem fordert die Abgeordnete Schwentner eine \u00dcbergangsl\u00f6sung f\u00fcr Familien, die mit dem einkommensabh\u00e4ngigen Kindergeld gerechnet haben: &#8222;Viele wurden nicht informiert und schauen jetzt durch die Finger.&#8220; Sie sollen das Kinderbetreuungsgeld nach der alten Regelung ausbezahlt bekommen. <\/p>\n<p>Auch Smith selbst w\u00fcnscht sich eine \u00dcbergangsl\u00f6sung f\u00fcr betroffene Familien. <\/p>\n<p>Familienministerin Sophie Karmasin (\u00d6VP) hat vor Ende des Redaktionsschlusses nach Anfrage des STANDARD weder eine Stellungnahme zum Fall von Smith noch zu den Forderungen der Gr\u00fcnen abgegeben. Von der Ober\u00f6sterreichischen Gebietskrankenkasse hie\u00df es am Mittwoch auf Nachfrage, dass man sich um eine L\u00f6sung im Sinne der jungen Mutter bem\u00fche. <\/p>\n<p>(Lisa Kogelnik, 8.3.2017) &#8211; derstandard.at\/2000053822368\/Kuerzung-von-Wochengeld-sorgt-fuer-Unmut &#8211; 2017-03-22, 23.29<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcrzung von Wochengeld sorgt f\u00fcr Unmut Eine junge Frau wird in K\u00fcrze das zweite Mal Mutter. \u00c4nderungen beim Kinderbetreuungsgeld bedeuten, dass sie 10.000 Euro weniger bekommt als erwartet. Die Gr\u00fcnen fordern eine \u00dcbergangsl\u00f6sung. Als Birgit Smith im J\u00e4nner die Beratungsstelle der Ober\u00f6sterreichischen Gebietskrankenkasse in Wels verlassen hat, hatte sie einen &#8222;Riesenschock&#8220;, erz\u00e4hlt sie. 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